Welche Fälle sind geeignet?

Mediation findet in vielen Bereichen Anwendung. Besonders geeignet zeigt sie sich dann, wenn die Beteiligten in einer längerfristigen Beziehung zueinander stehen und auch in Zukunft miteinander umgehen wollen oder müssen. Generell muss immer im Einzelfall beurteilt werden, ob eine Mediation sinnvoll ist. Wichtige Voraussetzung ist die Freiwilligkeit der Teilnahme aller beteiligten Personen. Die Mediatorin ist für das Verfahren verantwortlich und den Parteien gegenüber neutral bzw. allparteilich eingestellt sowie von den vereinbarten Ergebnissen unabhängig. Deshalb ist es von Vorteil, eine externe Mediatorin zu engagieren, die den zu lösenden Streit innerhalb einer Familie oder eines Unternehmens mit den Beteiligten bearbeitet. Die Inhalte und Äußerungen der Mediationssitzungen werden absolut vertraulich behandelt.

Mediation kann bei Fällen angewendet werden, die auch vor Gericht gelöst werden könnten, wie zum Beispiel ein Nachbarschaftsstreit über die Fragen von Nachtruhe und Grundstücksüberschreitungen. Sie kann aber auch ein gerichtliches Verfahren vorbereiten und erleichtern, wie zum Beispiel bei einer Scheidung, wo Umgangsregelungen getroffen werden müssen. Ferner kann Mediation auch Streitfälle lösen, die nicht vor Gericht gebracht werden können, weil kein einklagbarer Anspruch besteht. Diese Fälle haben für die Beteiligten dennoch eine hohe Bedeutsamkeit und bringen oft erhebliche Belastungen mit sich. Ein Beispiel hierfür wäre der Streit zwischen einem Eltern- und (Ehe)Paar um die Aufteilung von erzieherischen, beruflichen und häuslichen Aufgaben.

Die folgende Liste möglicher und für Mediation prinzipiell geeigneter Konfliktfälle stellt lediglich eine Auswahl dar.

Mögliche Konfliktfälle sind:

Familienmediation

Mediation im privaten Umfeld außerhalb der Familie

Mediation im wirtschaftlichen Bereich